Christine Gradert

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Stellvertretende Stationsleitung auf der Kinderstation

"Ich bin Kinderkrankenschwester geworden, weil ich besonders gerne mit Kindern arbeite. Natürlich sind sie in den ersten Tagen, an denen sie krank sind, oft weinerlich. Kein Kind ist gerne im Krankenhaus. Aber wir versuchen ihnen die Zeit bei uns so angenehm wie möglich zu machen. Sobald es ihnen besser geht, schenken sie uns immer wieder schöne Momente durch ein kleines Lächeln, ihre Offenheit. Und ich freue mich mit jedem kleinen Patient, den wir gesund entlassen können. 

Wichtig in meinem Job ist auch die Unterstützung und Beratung der Eltern – das macht einen großen Teil meines Tages aus. Sie sorgen sich, sind oft angespannt und müde. Auf unserer Station können sie kaum Kraft tanken, weil es keine Rückzugsmöglichkeiten gibt. Wenn sie über Nacht bei ihren kranken Kindern bleiben wollen,  können sie nur auf Klappbetten schlafen, die sie morgens wegräumen müssen. Die Enge macht den Eltern zu schaffen. Aber auch uns: Immer wieder müssen wir umräumen und Betten verschieben, damit der wenige Platz optimal genutzt werden kann und wir alle Patienten gut versorgen können. Trotzdem sind die meisten Eltern dankbar für unsere Arbeit.

Wir würden uns gerne voll und ganz auf die Pflege und Betreuung konzentrieren und uns nicht immer für die Räumlichkeiten rechtfertigen müssen. Nicht nur für unsere kleinen Patienten und ihre Eltern wünschen wir uns daher moderne, kinderfreundliche Stationen zum rundum Wohlfühlen."