Christine Gradert

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Stellvertretende Stationsleitung auf der Kinderstation

"Ich bin Kinderkrankenschwester geworden, weil ich besonders gerne mit Kindern arbeite. Natürlich sind sie in den ersten Tagen, an denen sie krank sind, oft weinerlich. Kein Kind ist gerne im Krankenhaus. Aber wir versuchen ihnen die Zeit bei uns so angenehm wie möglich zu machen. Sobald es ihnen besser geht, schenken sie uns immer wieder schöne Momente durch ein kleines Lächeln, ihre Offenheit. Und ich freue mich mit jedem kleinen Patient, den wir gesund entlassen können. 

Wichtig in meinem Job ist auch die Unterstützung und Beratung der Eltern – das macht einen großen Teil meines Tages aus. Sie sorgen sich, sind oft angespannt und müde. Auf unserer Station können sie kaum Kraft tanken, weil es keine Rückzugsmöglichkeiten gibt. Wenn sie über Nacht bei ihren kranken Kindern bleiben wollen,  können sie nur auf Klappbetten schlafen, die sie morgens wegräumen müssen. Die Enge macht den Eltern zu schaffen. Aber auch uns: Immer wieder müssen wir umräumen und Betten verschieben, damit der wenige Platz optimal genutzt werden kann und wir alle Patienten gut versorgen können. Trotzdem sind die meisten Eltern dankbar für unsere Arbeit.

Wir würden uns gerne voll und ganz auf die Pflege und Betreuung konzentrieren und uns nicht immer für die Räumlichkeiten rechtfertigen müssen. Nicht nur für unsere kleinen Patienten und ihre Eltern wünschen wir uns daher moderne, kinderfreundliche Stationen zum rundum Wohlfühlen."

Britta Franz

Diplom-Heilpädagogin und Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerin

Ich arbeite nun seit zehn Jahren als Kinderkrankenschwester und Heilpädagogin auf der Kinderstation des St. Franziskus-Hospitals. Immer wieder wird, wenn ich mich mit Angehörigen unterhalte, die verbesserungswürdige räumliche Situation der Klinik zum Thema. Die Eltern sind zwar sehr zufrieden mit der medizinischen Versorgung und dem freundlichen, engagierten Personal. Aber es fehlt einfach überall Platz.

Ich betreue auf der Station ein Spielzimmer. Mit besonderen heilpädagogischen Angeboten wollen wir für Abwechslung sorgen – gerade bei den Kleineren oder auch bei Kindern, die länger bei uns bleiben müssen. Ich sehe dann, wie gut es ihnen tut, ein kleines Stück normalen Kinderalltag zu erleben.

Aber kranke Kinder, die ansteckend oder auf das Bett angewiesen sind, können nicht ins Spielzimmer kommen. Für sie sind fröhlich gestaltete Patientenzimmer mit entsprechenden therapeutischen Spielgeräten besonders wichtig. Außerdem wünsche ich mir für die kleinen Patienten einen schönen Snoezelraum, in dem sie sich entspannen und den Stationsalltag vergessen können. Auch für unsere jugendliche Patienten haben wir überhaupt keine Rückzugsmöglichkeit. Für sie brauchen wir dringend eine Chill-Ecke oder einen schönen Aufenthaltsraum.

Ich freue mich auf die anstehenden Veränderungen und hoffe, dass die kranken Kinder mit Ihrer Unterstützung zukünftig „Mehr Raum für Nähe“ bekommen!